


Zahnlücke
Welche Optionen gibt es?
Eine Zahnlücke sollte möglichst rasch geschlossen werden – nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch, um Fehlbelastungen, Zahnwanderungen und Kieferveränderungen zu vermeiden. Je nach Defektgröße und ästhetischem Anspruch kommen dabei unterschiedliche Methoden wie Vollkeramikbrücken, Implantate oder Teilprothesen zum Einsatz. Ziel ist es, die Zahnsubstanz dauerhaft zu erhalten und ein natürliches Erscheinungsbild wiederherzustellen.

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Vollkeramikbrücke
Was ist eine Vollkeramikbrücke?
Mit einer Vollkeramikbrücke kann eine Zahnlücke von einem oder mehreren fehlenden Zähnen geschlossen werden. Dabei werden die Nachbarzähne als „Brückenpfeiler“ verwendet und die Brücke an diesen durch Verbundklebung fixiert.
Welche Vorteile bietet eine Vollkeramikbrücke?
Eine Vollkeramikbrücke ersetzt einen fehlenden Zahn auf sehr komfortable Weise, da sie fix mit den Nachbarzähnen verbunden ist. Sie ist optisch nicht vom eigenen Zahn zu unterscheiden und fühlt sich auch genauso an. Die Anfertigung ist oft in einer Sitzung möglich.
Welche Alternativen gibt es zur Brücke?
Eine ebenfalls sehr elegante Lösung zum Ersatz eines Zahnes ist das Implantat.
Wenn zu viele Zähne fehlen und weder Brücke noch Implantat machbar sind, gibt es auch die herausnehmbare Teilprothese als Lösungsvariante.
Was ist eine Zirkonoxidbrücke?
Aus Zirkonoxid, dem härtesten Keramikmaterial in der Zahnheilkunde, können auch Brücken mit großen Spannweiten konstruiert werden – im Extremfall bis zu 14 Zähne (somit ein ganzer Kiefer) in einem Stück. Zirkonoxidbrücken werden zur besseren Ästhetik oft mit einer zusätzlichen Keramikverblendung versehen.
Schritt für Schritt zur Vollkeramikbrücke
Manchmal gibt es Situationen, in denen es besser bzw. auch medizinisch ratsam ist, sich von einem Zahn zu trennen. Nicht mehr therapierbare Eiterherde an den Zahnwurzeln, Brüche, die bis in die Wurzel reichen, oder zu starker parodontaler Abbau (also Auflösung des Fundaments eines Zahnes) machen meist eine Entfernung des Zahnes unumgänglich. Doch was nun? Zahnlücken sollten ja kein bleibender Zustand sein, nicht zuletzt aus ästhetischen Gründen – wer möchte schon eine Zahnlücke vor seinen Mitmenschen zur Schau tragen? Außerdem führt ein fehlender Zahn zu einer Fehlbelastung der übrigen Zähne, die dadurch einem erhöhten Verschleiß ausgesetzt sind; die Nachbarzähne der Lücke werden schief, da sie in die Lücke hineinwandern, und schließlich wird die Verwertung der Nahrung durch das reduzierte Kauvermögen erschwert, woraus sich nachhaltige Konsequenzen für unseren gesamten Organismus ergeben.
Die Brücke schließt die Lücke
Um diese schwerwiegenden Folgeerscheinungen zu unterbinden, bietet die moderne Zahnheilkunde heute eine Vielzahl von hochspezialisierten Lösungen an, um Zahnlücken zu schließen und die nötige Kaukraft wiederherzustellen.
Die wohl bekannteste Konstruktion ist die sogenannte „Brücke“: Wenn ein Zahn fehlt und beidseits der Lücke stabile Nachbarzähne vorhanden sind, können diese als „Pfeiler“ für eine Brücke dienen. Das heißt, diese beiden Zähne werden beschliffen und mit Kronen versorgt, die in der Mitte einen künstlichen Zahn tragen (das sog. Zwischenglied), der anstelle des entfernten Zahnes sitzt. Diese Konstruktion wird aus einem Stück Vollkeramik gefertigt, ähnlich wie bei einer Einzelkrone. Abhängig von der Länge der Brücke ist selbige in vielen Fällen in einer Sitzung herstellbar, manchmal sind dafür auch 2 Sitzungen nötig.
Eine Brücke wird immer fix auf den Pfeilerzähnen verbundgeklebt, ist subjektiv nicht als Fremdkörper wahrnehmbar und auch optisch nicht von den anderen Zähnen zu unterscheiden.
Die Brücke muss zur Reinigung nicht herausgenommen werden – im Gegensatz zur Teilprothese, mit der sie öfters verwechselt wird – und stellt daher eine sehr hochwertige und bequeme Methode des Zahnersatzes dar.
Vor größeren zahntechnischen Sanierungsmaßnahmen ist meist ein 3D-Röntgen ratsam, um den genauen Zustand der benötigten Pfeilerzähne etwa einer Brücke besser beurteilen zu können

Vollkeramikbrücke
Implantat
Künstliche Zahnwurzeln
Eine weitere sehr zielführende und ausgereifte Methode zur Wiederherstellung eines nicht mehr vorhandenen Zahnes bietet seit etwa 30 Jahren die Implantologie. Implantate werden heute meist aus Titanlegierungen gefertigt und ähneln in Form und Funktion einem Dübel, der durch einen kleinen chirurgischen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt wird. Nachdem das Implantat dort eingewachsen ist (das dauert je nach Position 3-6 Monate), kann darauf eine künstliche Zahnkrone montiert werden. Anders als bei der Brückenkonstruktion, die immer an das Vorhandensein von intakten Pfeilerzähnen gebunden ist, ist die Implantation davon unabhängig und gerade dann interessant, wenn im fraglichen Bereich zu wenige Pfeiler für eine herkömmliche Brücke zu finden sind. Im Extremfall ist sogar im völlig zahnlosen Kiefer mittels Implantaten eine stabile Verankerung für abnehmbare Prothesen oder festsitzende Brücken möglich.
Allerdings muss für ein Implantat eine andere Voraussetzung erfüllt sein: stabiler, in ausreichender Menge vorhandener Kieferknochen, der imstande ist, ein Implantat von ausreichender Länge und Stärke zu tragen. Die Quantität und Qualität dieses Knochens lässt sich vor dem Setzen des Implantates mit Hilfe eines 3D-Röntgens feststellen.
Weiters muss das Gewebe im Bereich des Implantates (und in der restlichen Mundhöhle) völlig entzündungsfrei sein. Bei unbehandelter chronischer Parodontitis ist eine Implantation nicht möglich.
Die Kosten für ein Einzelzahnimplantat liegen auf Grund des höheren technischen und chirurgischen Aufwandes etwas über denjenigen einer „dreistelligen“ Brücke, auch wenn in beiden Fällen nur ein Zahn ersetzt wird.



Was ist besser: Brücke oder Implantat?
Das ist von Fall zu Fall verschieden. Wenn die Nachbarzähne einer Lücke bereits große Füllungen oder Kronen tragen, bietet sich meist eher die Brücke an, die auch mit der sehr raschen Anfertigung punktet. Sind dagegen die Nachbarzähne noch unversehrt, oder gibt es keine geeigneten Pfeilerzähne mehr, wird die Entscheidung eher Richtung Implantat fallen, sofern es genügend Knochen als Fundament gibt.
Abnehmbare Teilprothetik
Teilprothesen – die biologische Uhr zurückstellen …
Teilprothesen sind herausnehmbare Zahnersatzteile, die eine größere Anzahl von fehlenden Zähnen ersetzen. Sie bestehen einerseits aus den Kunststoffzähnen, die im Lückenbereich mit Hilfe eines sogenannten „Sattels“ auf der Schleimhaut aufliegen, andererseits aus einer Gold- oder Edelstahlverstrebung (sogenanntes „Metallgerüst“), mit deren Hilfe die Prothese an anderen Zähnen befestigt ist. Teilprothesen müssen nach jeder Mahlzeit entfernt und penibel gesäubert werden. Verschiedene Konstruktions- und Qualitätsstufen können auch eine Teilprothese zu einem hochwertigen, komfortablen Zahnersatz machen, ohne Sie vor Ihrer Umwelt als Ersatzteilträger bloßzustellen.
Teilprothese mit Klammern
Die einfachste und kostengünstigste Variante. Die Prothese hält durch Verankerung mittels gebogener Metallklammern an 2-4 Zähnen des Restgebisses. Diese Klammern sind wegen ihrer Sichtbarkeit und der permanenten Belastung der „Klammerzähne“ eher als Notlösung einzustufen.
Teilprothese mit Geschieben
Bei dieser sehr eleganten Variante werden jene Zähne, die zur Verankerung der Prothese herangezogen werden, mit Kronen versorgt. In die Kronen sind spezielle Präzisionsteilchen eingearbeitet, in welchen die Prothese einrasten kann. Dadurch wird ein ästhetisch wesentlich besseres Ergebnis erzielt, da keine Klammern mehr gebraucht werden. Außerdem ist die Verankerung im Vergleich zur Klammervariante ungleich stabiler, der Zahnersatz hält besser – beim Sprechen und Essen.
Teilprothese mit Teleskopkronen
Diese ziemlich aufwendige Variante wird vor allem bei stark parodontal vorgeschädigten Zähnen (also mit nur mehr schwacher Verankerung der Zahnwurzeln im Kieferknochen) herangezogen, die oftmals schon einen gewissen Grad an Lockerung und Beweglichkeit aufweisen.
In solchen Fällen müssen nämlich (neben dem Ersatz fehlender Zähne) zwei Ziele erreicht werden: Einerseits sind alle noch vorhandenen Zähne so zu „schienen“ (d.h. zu stabilisieren), dass sie nicht bei jeder neuen Kaubelastung zusätzlich an Halt verlieren. Und andererseits sollte gerade auf Grund der meist tiefreichenden Zahnfleischtaschen eine optimale Reinigung der Zähne gewährleistet und durchführbar sein.
Durch eine festzementierte Brücke wäre nur die Stabilisierung erreicht, die Hygienefähigkeit durch die unvermeidliche Verblockung jedoch sogar erschwert. Daher wird in der modernen Zahnheilkunde in solchen Fällen eine Lösung mit (zweiteiligen) Teleskopkronen erreicht, an denen die Teilprothese fixiert ist. Das heißt, jeder Zahn bekommt erst einmal ein fix aufzementiertes Goldhütchen, das wie ein Zylinder aussieht und zu den Nachbarzylindern völlig parallel ausgerichtet ist. In die Teilprothese sind nun exakte Gegenstücke dieser Zylinder eingearbeitet, in denen die Zähne bis auf den hundertstel Millimeter genau einrasten.
Somit ist die Teilprothese zum Reinigen leicht entfernbar, die gelockerten Zähne werden jedoch durch die optimale Kraftverteilung perfekt zusammengehalten und gewinnen in den meisten Fällen bald wieder an Festigkeit.
Ein weiterer Vorteil dabei ist die Zukunftsorientierung: Sollte einer der „Teleskopzähne“ einmal entfernt werden müssen, wird anschließend einfach das dazugehörige Gegenstück in der Prothese verschlossen und selbige kann ohne Umarbeitung oder gar Neuanfertigung sofort wieder getragen werden, meist ohne Einbuße an Stabilität.
Wie Sie sehen, ist es heutzutage in so gut wie jedem Fall möglich, eine optimale Wiederherstellung nach einem Zahnverlust zu erzielen. Voraussetzung dafür ist eine sorgfältige Planung und Vorbereitung, damit wir Ihnen mittels einer individuell an Ihre Situation angepassten Lösung ein Stück Lebensqualität wiedergeben können. Dafür nehmen wir uns gerne in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Ihnen Zeit.



